Während eines Telefonats mit einem engen Freund ergab es sich, dass wir über Honorare sprachen. Er gab mir den erneuten Hinweis, dass es wichtig sei sich selbst zu definieren und festzulegen wie man seine eigene Arbeit wertschätzt und damit selbst festlegt wie hoch ein zu erhaltenes Honorar sei. Während er das zu mir sagte spürte ich ganz deutlich in mir, dass das nicht mehr mit meiner eigenen Erfahrung im Einklang war. Und doch fühlte ich eine leichte Unsicherheit in mir, ob er eventuell doch “Recht” hätte…. Und doch, es fühlte sich nicht so an….
Nachdem wir unser Gespräch beendet hatten sann ich noch darüber nach, was nun “Richtig” sei und was nicht…. “Wie verhält es sich denn nun mit diesem so genannten Wert?” fragte ich mich und entließ diese Frage unbeantwortet aus meinem Verstand….. dann ging ich über zu meinen Tagesaktivitäten….
Ich spürte die ganze Zeit über, dass sich etwas sehr wichtiges in mir veränderte, etwas, das nicht über den Verstand lief, ich konnte es nur sehr subtil wahrnehmen.
Als ich später in der Küche dabei war etwas vorzubereiten ging mir plötzlich folgendes durch den Kopf – es war als würde ich ein Textband vor meinem inneren Auge lesen:
“Mein Wert ist nicht durch die Menge des Geldes definiert, welches ich von anderen erhalte oder nicht.
Mein Wert ist eine innerer Zustand des Seins.
Es gibt keinen Wert oder Nicht-Wert.
Ich Bin lediglich – und an dieses innere Seinsgefühl habe ich mich jetzt schon mehrmals ‘erinnert’.
Ob ich Geld erhalte / habe oder nicht, hängt einzig und alleine von meiner inneren Erlaubnis des Empfangens ab; ob ich es mir auf allen meinen inneren Ebenen erlaube zu erhalten oder nicht.
In diesem Augenblick erforsche ich die ‘Energie’ des Nicht-Erlaubens und seiner Kreationen (Manifestationen, Schöpfungen aus dieser Nicht-Erlaubnis heraus).
Mein Leben ist kein ‘normales’ Leben betrachtet aus der Perspektive des menschlichen Bewusstseins. Mein Leben ist die Erfahrung meiner Erforschungen.
Ein Grossteil meiner Erforschungen in diesem Leben gehört zu dem Glaubenssatz – Mit Geld bin ich ein Jemand – ohne Geld bin ich ein Niemand.
In diesem Zusammenhang kreiere und adoptiere ich viele andere Glaubensüberzeugungen welche im Zusammenhang und in Resonanz mit diesem Haupt-Glaubenssatz stehen. Durch dieses Glaubenssystem kreiere ich meine physische Erfahrung und Wahrnehmung meines Lebens und meiner Persönlichkeit.
Durch meine inneren Erforschungen kreiere ich mir Situationen in welchen ich mich selbst ohne einen physischen Pfennig in der Tasche wieder finde und erfahre. Diese Situation erlaubt es mir tief in die Energie des Nichterlaubens hinein zu schauen. Dieser ‘tiefere Blick’ erfolgt durch mein inneres Sein in meinem Inneren. Mein physischer Fokus und meine physische Erforschung sind ein weiterer Teil des Ganzen. Ebenso erforsche ich meine Identifizierung und die Loslösung aus der Identifikation dieser Energien und welche Wahrnehmungsart ich dabei wähle.
In dem Augenblick, wo ich beginne mich innerlich in meine Erlaubnis zu bewegen wird es automatisch in meinem physischen Außen sichtbar werden. Durch meine innere Erlaubnis wird alles seine eigene Balance finden; auch die Nicht-Erlaubnis und all meine Erfahrungen daraus.”
…..
Im dem Moment als ich mir all dieses selber mitteilte war alles so glasklar, als hätte ich meinen inneren Vorhang geöffnet – und eine tiefe warme innere Liebe durchfloss mich….
Aus dieser Klarheit heraus ist eine enorme Selbstakzeptanz in mir gewachsen. Bis dato verurteilte ich mich oft unbemerkt in mir selbst aber doch tief und ablehnend. Ich konnte es nicht annehmen, dass ich anders bin als die anderen. Warum baute ich mir immer wieder solche Schwierigkeiten in meinem Leben ein, war oft meine verzweifelte Frage an mich selbst. Jetzt beginne ich auch zu erkennen wie ich mir die Glaubensvorstellung kreierte, dass ich nicht gut genug bin oder gar unfähig sei. Stück für Stück kann ich es nun in mir erfühlen dass ich es wirklich alles so gewählt hatte wie es war, auch die Art, wie ich es wählte. Das hilft mir immens mich selber so anzunehmen, wie ich bin.
Viele innere Veränderungen, viele Ereignisse gab es noch und heute sitze ich hier und übersetzte den obigen Text, welchen ich mir damals auf Englisch aufschrieb, da ich mich zu dieser Zeit in Amerika aufhielt und mich mehr in Englisch ausdrückte. Mittlerweile steht Februar 2008 auf dem Kalender. Seit langer Zeit wollte ich diesen Text schon veröffentlichen, aber bis jetzt ergab sich nicht der Zeitpunkt…. und doch habe ich versucht es hier mehr oder weniger chronologisch seinem Geschehen nach zu veröffentlichen.
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