Mein Weg - meine Erfahrungen aus meiner scheinbaren Unfähigkeit heraus, hinein in meine innere Freiheit.
Ein Tagebuch meines Lebens. Ich beginne hier, nachdem ich mich ziemlich bewusst an den scheinbaren Rand meiner finanziellen Möglichkeiten gebracht hatte.
Ich kündigte meine Wohnung und verlängerte meinen geplanten Flug und somit Aufenthalt in einem Land, das in mir seit ca. drei Jahren eine Art Sehnsucht hervor ruft, welche ich bisher so nicht kannte…. ich weiß bis zum heutigen Tage auch noch nicht genau, worum es sich handelt…. ich will einfach nur da sein und sehen, was geschieht….
So viele scheinbare Schwierigkeiten habe ich mir in meinem Leben als Situationen kreiert und somit auf meinen inneren Ebenen erfahren. Doch immer wieder geschieht es, wenn ich nach meinen eigenen inneren persönlichen Dramen erneut hinschaue, dann entdecke ich dieses immense Geschenk, welches ich mir durch diese Erfahrung eben gegeben habe.
Panikartige Ängste über Tage und, oder Nächte habe ich jetzt seit fast einem Jahr extrem erfahren. Ok, diese Angst war nicht permanent anwesend, aber doch immer wieder kehrend und für mich als sehr hartnäckig empfunden.
Wie oft habe ich nach anderen Menschen geschaut, bei welchen das Leben scheinbar einfach, leicht und reibungslos abzulaufen schien. Aus meinem Betrachtungswinkel heraus waren die anderen in der Lage sich ein schönes und relativ erfolgreiches Leben zu kreieren. Wiederum aus meiner Betrachtungsweise, ich nicht, ich war dazu nicht in der Lage.
Wo ich auch hinging, was ich auch anfing, ich schien nichts richtig zu Ende zu bekommen. Jedenfalls nicht für mich persönlich. Wenn ich andere Menschen unterstütze, dann führte das in der Regel zu großen Erfolgen für andere…. doch warum nicht für mich selbst fragte ich mich oft… natürlich erst, als ich mir dessen bewusst wurde, denn es war nicht immer so.
Mein Leben hat sich in Bezug auf Bewusstheit sowieso enorm verändert, was in Worten gar nicht zu beschreiben ist, aber hier durch dieses folgende Tagebuch vielleicht einige Einblicke geben kann.
Die oben angesprochenen Ängste in der Form, wie ich sie so extrem im Laufe des letzten Jahres erfahren haben waren mir sonst so nicht bekannt. Nur wenn ich näher hinschaue, dann erkenne ich, wie ich mich im Laufe meines Lebens durch bestimmte Einstellungen und Betrachtungsweisen selber eingeschränkt hatte. Ich hielt es für normal, dass mir nur ein bestimmter Betrag an Geld zur Verfügung stand und dass ich ihn mir einzuteilen hatte, wenn ich zum Beispiel in Urlaub fahren wollte oder mir eine größere Anschaffung erlauben wollte. Das war alles normal für mich und ich stellte es nicht in Frage. Jetzt doch. Es ist für mich nicht mehr normal, nur einen bestimmten festgelegten Betrag im Verlauf eines Monats zur Verfügung zu haben. Es passt einfach nicht mehr zu meinem inneren Sein. Doch gleichzeitig stelle ich mir selber wesentlich weniger Geld zur Verfügung als ich es jemals zu einem anderen Zeitpunkt in diesem Leben getan hatte. Ich habe innerlich viele äußere Sicherheiten losgelassen, da ich in mir erkannt habe, dass sie mir nicht mehr dienen. Und ich beobachte, dass ich mir immer mehr Situationen in meinem Leben kreiere, wodurch ich mich innerlich unterstütze von diesen einengenden Vorstellungen loszulassen um damit in eine neue mir bis hierher unbekannte innere Freiheit zu gelangen. Dieses Leben ohne ein geregeltes festes Einkommen ist eine absolute Herausforderung an mich selber. Denn die ständige innere Frage an mich selber lautet – kann ich mir selber so weit vertrauen, dass ich mir immer das gebe, was ich in jedem Augenblick brauche?!….. Ich habe auf meinen inneren Ebenen Ja zu dieser Herausforderung gesagt.
Dieses innere Ja ist allerdings für mich erst jetzt möglich, nachdem ich mir alle meine Glaubensmuster anschaute, mit welchen ich mich durch meine Angst ausgedrückten Zustände führte. Sie waren fast endlos….. und steigerten sich hinein in die Glaubensvorstellung es gibt keinen Spirit und somit dass ich ein Opfer meiner Umstände war….
Doch meine Grundglaubensvorstellung, welche aus meiner Beobachtung heraus dieses Leben und meine Erfahrungen bis hierher bestimmten war:
„Mit Geld bin ich jemand, ohne Geld bin ich niemand, nichts“
Dieser Satz kam mir im Jahr 2003 zum ersten Mal in mein Bewusstsein. Zu der damaligen Zeit konnte ich keinen weiteren Bezug zu diesem Satz erkennen außer meiner Angst, welche mich zu diesem Zeitpunkt seit drei Jahren begleitete, am Ende ohne Geld dazustehen.
Durch diesen Satz, Glaubenssatz, wurde es mir jedoch von Zeit zu Zeit immer deutlicher, wie sehr meine scheinbaren finanziellen Krisen mit meinem inneren Selbstwertgefühl in Verbindung standen. Wenn ich Selbstwertgefühl sage, dann meine ich meine Glaubensmuster, durch welche ich mich selber betrachtet und identifiziert hatte. Jedes Glaubensmuster erzeugt ein Gefühl in mir. Wenn ich mich als schön anerkenne, dann fühlt sich das anders an, als wenn ich mich als hässlich bezeichne. So verhält es sich mit allen weiteren Glaubensmustern, welche meine Person anbetreffen genauso. Fühle ich mich sicher in mir, dann fühlt sich das anders an, als wenn ich mich unsicher fühle. Und mein Verhalten im Außen wird immer meinen inneren Gefühlen entsprechen, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.
Meine Erfahrungsbasis lag zum größten Teil auf der Basis der inneren Unsicherheit. Obwohl ich intellektuell dieses Thema tausendfach „durchgearbeitet“ hatte waren die „Ergebnisse“ oft minimal. Im Gegenteil, durch meinen speziellen Weg des so genannten Erwachens und Erinnerns dessen wer ich in meiner Essenz bin ist dieses Gefühl sogar zu einem immensen inneren „Berg“ angewachsen, wo ich Zeitweise nicht mehr wusste wie ich es in ein für mich akzeptables Gleichgewicht bringen konnte. Doch hat es sich immer wieder durch neue Erkenntnisse von selbst ausbalanciert, dass ich bis zur nächsten „Runde“ (wie ich es mittlerweile bezeichne auf meinem Weg dieser vielen inneren Ereignisse) mich recht wohl mit mir fühlte.
Was das allerdings alles bedeutet, wurde mir erst Schritt für Schritt durch meine inneren Erfahrungen und dadurch eingebrachten Klarheiten klar. Das ist nichts, was ich durch den Intellekt erklären oder begreifen kann, genauso, wie ich die Erfahrung des Essens eines Lebensmittels nicht durch den Intellekt verstehen kann. Ich kann den Geschmack eines Nahrungsmittels lediglich erfahren wie alles andere im Leben auch, es sei denn ich will mich der Erfahrung entziehen und lediglich eine Idee über diesen Zustand erlangen, dann kann ich dafür meinen Intellekt einsetzen….
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