Viel ist geschehen, seitdem ich das letzte Mal schrieb….
In diesem Augenblick sitze ich in Colorado und genieße mich selber.
……….Doch…..
„Ich muss mich um die Dinge kümmern“ – Dieser Glaubensatz scheint immer noch aktiv in mir zu sein. Was ich auch tue, immer wieder beobachte ich den Ausdruck in meinem Leben welcher diesen Glaubensatz aus mir heraus zum Ausdruck bringt.
In dem Augenblick, wo mir das bewusst wird und ich mich für mein Vertrauen in mir entscheiden will fühle ich meine Angst in mir. Wie kann ich mir denn nun wirklich vertrauen?! In all den letzten Jahren und während vieler verschiedener Leben fühlte ich mich alleine gelassen und verlassen, wenn ich scheinbar vertraute haute ich mir selber Situationen um die Ohren, mit welchen ich mir selber sehr wehtat.
In meiner erweiterten Vergangenheit kreierte ich mir Situationen in welchen ich mich selber verraten hatte, mich selber betrogen hatte, mich selber missachtet hatte und mich selber verlassen hatte….. immer scheinbar durch andere Personen…. Ich kreierte mir Situationen in welchen ich erleben konnte, wie es sich anfühlt alleine, verlassen und scheinbar ungeliebt durch die Welt zu ziehen…. und doch kreierte ich mir diese Situationen aus meiner eigenen Liebe heraus, die Liebe, die Ich Bin. Es war eine Leidenschaft von mir diese so genannte Dunkelheit der Dualität zu erfahren. Ich brauchte lange um diese Leidenschaft in mir zu erkennen und nicht nur Verstandesmäßig zu verstehen, worum es sich dabei handelte. Es ist sehr viel scheinbare Zeit vergangen, bis ich mir innerlich bewusst wurde, was ich hier wahrhaftig tue auf dieser scheinbaren physischen Welt. Viel Schmerz und Leid habe ich auf diesem Weg erfahren und jetzt beginne ich die Illusion darin zu erfahren. Ich beginne zu erfahren, dass alle anderen Personen, so wie ich sie wahrnehme, ich sind. Und eine tiefe innere Liebe durchfließt mich.
Doch kaum habe ich dieses erfahren, scheint sich mir mein Bewusstsein auch schon wieder zu verschließen und ich stelle mich neuen Situationen und Erfahrungen….
Doch vor kurzem hatte ich mir eine Situation kreiert, in welcher ich mir selber aufzeigte, wie sehr ich mich auf mich selber verlassen kann.
Ich hatte mich dazu entschieden an einer Veranstaltung teilzunehmen. Hierfür war ein Hotelaufenthalt notwendig. Mein Verstand sagte mir, dass es sicherer währe, wenn ich ein Zimmer mit anderen Personen teilen würde, dann wären die Kosten dafür geringerer und leichter zu bewältigen. Doch mein Gefühl sagte mir, dass ich ein Einzelzimmer vorziehen würde. Als ich näher hinschaute kam auf einmal zu diesem Gefühl hinzu, dass ich durch dieses Einzelzimmer die Möglichkeit hätte private Sitzungen zu geben. Auf diese Idee bin ich zuvor noch gar nicht gekommen. Hatte ich vergessen…. Doch ein Teil in mir vertraute dieser Idee nicht – „Ach, mach dir doch nichts vor…“
Doch später entschloss ich mich dieser Eingabe zu vertrauen und ich buchte mein Einzelzimmer ohne zu wissen, wie ich es bezahlen konnte. Ich vertraute mir „einfach“. Durch dieses tiefe Vertrauen in mir und nach langer Zeit des Loslassens alter Verhaltensweisen und alter Glaubensmuster war ich nun in der Lage mich gelassen dieser äußeren Situation zu stellen. Und zu meiner großen Überraschung kamen Menschen zu mir, welche mich um Hilfe in ihren eigenen Situationen baten. Zum Teil waren es Menschen, welche mir auf anderen Ebenen sehr bekannt waren, und zum Teil ergab es sich, dass dieses erneute zusammentreffen kein Zufall war. Wir kamen aus verschiedenen Ländern dieser Welt an einem physischen Ort erneut zusammen um eine neue Situation gemeinsam zu erfahren, um uns gemeinsam zu erinnern, die Welt ist nicht das, was sie zu sein scheint.
Nebenbei bemerkt - mein Hotelzimmer habe ich mit Leichtigkeit bezahlen können.
Auf meiner menschlichen Ebene ist mir bis heute nicht klar, wozu mir diese Aufzeichnungen hier dienen, und wie und ob sie in irgendeiner Form anderen Menschen dienen. Ich für mich selbst beobachte nur, dass ich mir vieler innerer Dinge durch mein Aufschreiben bewusster werde.
So vieles ist so Neu für mich auf diesem neuen Weg, meinem Weg mir und meiner inneren Stimme zu vertrauen anstelle dessen, was andere Menschen sagen oder ich mir durch meine alten Glaubensmuster über meinen Verstand mitteile. Es sind zwei sehr verschieden Welten, und trotzdem nehme ich diese Herausforderung an und bringe es für mich in Erfahrung, wie ich diese zwei verschiedenen Welten mit einander in Verbindung bringen kann. Denn das ist es worum es für mich hier geht. Diese alte Trennung des Innen und des Außen in mir zu „erlösen“ und mein „spirituelles“, mein Nicht-Physisches Dasein in mir anzuerkennen und bewusst in dieser physischen Welt zu erfahren, das eine mit dem anderen „verbunden“. Es hat nie eine Trennung stattgefunden, doch habe ich sie durch die Illusion meiner Glaubensmuster so erfahren.
Durch diesen Event, welchen ich mir durch die Teilnahme an dieser Veranstaltung kreiert hatte, hat sich in mir etwas Entscheidendes verändert. Ich fühle eine starke innere Basis des Vertrauens in mir, welche ich mit Worten nicht richtig beschreiben kann. Aber ich nehme sie innerlich wahr. Ich kann es deutlich fühlen. Doch trotz allem besteht ein heftiges wiederkehrendes Gefühlswirrwarr in mir, wo ich noch nicht weiß, worum es sich dabei handelt…. doch ich weiß, dass ich es mir zum gegebenen Zeitpunkt aufzeigen werde!
Kommentare 2
liebe/r zahohie,
es ist schön, deine zeilen zu lesen, weil ich weiß, dass sie wahr sind. und du hast mir weitergeholfen. ich will mir vertrauen, dem leben vertrauen und das annehmen, was mir mein leben bringt. auch ich will das kreieren, was für mich herz und sinn hat, liebe ist. ich will spüren, dass ich liebe bin.
Posted 27 Mrz 2008 at 13:00 ¶auch ich bin dabei, die glaubensmuster wegzuschicken, mit denen ich mich missachte, verletze, nicht zu mir stehe. aber ich beiße immer wieder hart daran, an der angst, und ich suche schon lange einen weg, mit ihr umzugehen. ich glaube daran, dass ich das kann, wenn auch nicht schon morgen.
ich sitze jetzt in wien, ich bin 28, und ich habe letztes jahr meine depressionen hinter mir gelassen. mit ihr habe ich auch sämtliche alte strukturen von mir geworfen. jetzt stehe ich mehr oder weniger nackt da, wie wenn du in einer fremden stadt ankommst, ohne stadtplan, ohne jemanden zu kennen. ich weiß nur, dass es gilt, jetzt erwachsen zu sein, mein leben in die hand zu nehmen, aus nichts (?) mir ein schönes haus in dieser stadt zu bauen, die die welt ist. ich habe sogar schon das werkzeug an der hand, ich weiß nur noch nicht, was ich bauen will. was ist das richtige für mich? ja, jetzt brauche ich vertrauen in mich. und es hilft mir sehr, dass du, dass wohl alle menschen dieses gefühlswirrwarr kennen und irgendwie damit umgehen, so gut wir es eben jetzt können. und dass dein vertrauen, wie du schreibst, eine basis werden kann.
eine freundin hat einmal gesagt, unsere größte aufgabe ist es, zu akzeptieren, dass wir menschen sind, dass wir fehler machen, dinge zu lernen haben. und dass die welt davon nicht untergeht, nein, dass im gegenteil diese unvollkommenheit uns erst vollkommen macht. aber um das wirklich zu spüren, brauche ich, glaub ich, noch viel zeit.
ich wünsch dir von herzen alles gute, ich freue mich, wenn im internet seiten wie deine auftauchen, wo ein mensch spricht, der von etwas berührt ist. schön, dass es offene herzen gibt!
danke!
Liebe Anna,
Danke auch dir für deinen Bericht und deine Bereitschaft deine Erfahrungen hier mit der Welt zu teilen!
Auch dir wünsche ich von ganzem Herzen alles Liebe, in der Gewissheit dass auch du deinen Weg zu deinem Zeitpunkt findest!
In Liebe
Britta-Zahohie
Posted 28 Mrz 2008 at 22:14 ¶Kommentar schreiben