Unfähigkeit und Akzeptanz

Ich muss nichts beweisen. Dieser Satz kam mir immer wieder und wieder und doch wusste ich oft nicht, was er in seinem Kern bedeuten sollte. Denn bewusst wollte ich doch eigentlich gar nichts beweisen. Doch wenn ich es heute neu betrachte, dann erkenne ich, wie sehr ich versucht hatte ein Image nach Außen aufrecht zu erhalten, damit die anderen nicht sehen konnten, was ich innerlich wirklich fühlte. In meinem Innern herrschte ein immenses Gefühl der Unfähigkeit. Obwohl mir dieses Gefühl Anfangs nicht bewusst war und ich es eher als eine Art Unsicherheit war nahm. Dieses Gefühl der Unfähig entsprach jedoch in keiner Weise meinen wahren Tatsachen. Es war lediglich dieses Gefühl, welches auf diesem tief in mir vergrabenem Glaubensmuster beruhte, mit welchem ich immer wieder und wieder meine Situationen aus diesem Blickwinkel heraus beobachtete und vor allem bewertete. Nie war mir in meinem Inneren etwas gut genug, immer wieder fand ich etwas, womit ich mich selber kritisieren konnte um dann im Endeffekt dieses Gefühl der Unfähigkeit erleben zu können. Doch lange brauchte ich, um jedem kleinstem Ausdruck dieser inneren Ablehnung auf die Spur zu kommen um mich immer wieder neu entscheiden zu können. Heute beobachte ich, wie dieses Gefühl und dieser ablehnende „Drang“ in mir von mir zu fallen scheint. Langsam aber sehr deutlich stellen sich natürliche Veränderungen ein, mit welchen ich mich innerlich selbst („Wert“) schätzen kann. Das ist in diesem Leben ein sehr neues und auch sehr angenehmes Gefühl für mich. Es konnte aber erst dann in mir eintreten, nachdem ich auch meine Nichtanerkennung als eine gleichwertige Erfahrung und Kreation aus mir selbst heraus annehmen konnte. Und nachdem ich auch meine Erfahrungen der Nichtliebe und Selbstablehnung als simple Kreationen aus mir selbst heraus gefühlsmäßig annehmen konnte.

Meine innere Akzeptanz zu allem, was sich mir in meinem Leben zeigte, und vor allem zu allem was ich in mir fühlte, war immer wieder mein Schlüssel zu meinem inneren Gleichgewicht. Denn war es doch diese innere Akzeptanz welche meine Anerkennung an mich selbst und an meine Kreationen darstellte, auch wenn ich sie Anfangs nicht sehr gerne mochte…eben im Ausdruck der Ablehnung an mich selbst. Umso mehr ich alle meine Situationen in meinem Leben als Kreationen aus mir selbst heraus annehmen konnte, desto leichter ging ich auf meinem Lebensweg. In dem Augenblick, in welchem ich eine Situation in meinem Leben als meine eigene innere Wahl, ob nun bewusst oder unbewusst, anerkennen kann, in dem Augenblick bin ich in meiner Selbstverantwortung und in meiner Selbstanerkennung. In diesem Augenblick gibt es keinen „Raum“ mehr, in welchem sich das Gefühl des Opfers, des „Ich Arme, was tut man mir bloß an….“ einstellen kann. In dem Augenblick in welchem ich ALLE meine Situationen als meine eigenen Schöpfungen anerkennen kann beginne ich mich als bewusster Schöpfer zu erleben.

Diese Anerkennung in mir konnte jedoch erst dann stattfinden, nachdem ich mich als mehr als nur Mensch und Materie erkannt hatte. Dieses erkennen fand Anfangs über meinen Verstand statt, und wurde durch innere Ereignisse und Erfahrungen bestätigt. Doch musste ich nach langer Zeit zu meiner großen Überraschung feststellen, dass ich in mir tiefe Glaubensmuster verankert hatte, welche die Anerkenntnis meines spirituellen, meines nicht physischen Daseins absolut verneinte. Diese innere Verneinung spiegelte sich in meinem Außen in allen möglichen Bereichen und Situationen wieder

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