Mittlerweile habe ich erkannt, dass meine Glaubensmuster mir lediglich zu einem physischen Ausdruck verhelfen, mit welchen ich meinen Alltag und mein Leben kreiere. Von daher hängt es von meiner inneren Wahl ab, welche Glaubensmuster ich für mein Erfahrungsfeld wähle. Anfangs diente mir meine Umwelt um meinen Glauben in Erfahrung zu bringen. So wie ich Vanille in den Mund nehme um seinen Geschmack zu erfahren, so habe ich meine Glaubensmuster eingesetzt um zu erfahren, wie es sich anfühlt geliebt zu werden und wie es sich anfühlt gehasst zu werden und wie ich mich selber fühle, wenn ich liebe oder hasse….. später diente mir meine Umwelt dann um meine Glaubensmuster wieder zu erkennen…..heute kann ich sie mehr und mehr meiner eigenen freien Wahl entsprechend nutzen um mir mein Leben so zu kreieren, wie ich es auf der Erfahrungsebene gerne hätte. Und doch muss ich immer noch sehr achtsam sein, um die Energien auf meiner Gefühlsebene zu erkennen, welche gerade in diesem Augenblick bei mir anwesend sind. So wie in diesem Moment:
Hass und Selbstzerstörung – ist hier anwesend – was mache ich mit dieser Energie?!
Ich atme sie ein und erlaube sie, als einen Teil von mir, welchen ich vor langer, langer Zeit einmal selbst kreiert habe um zu erfahren, wie es sich anfühlt, zu hassen und gehasst zu werden; wie es sich anfühlt, mich selber zu zerstören, mich selber „fertig zu machen“. Diese Selbstzerstörung kann physisch stattfinden oder auch psychisch.
Meine Art der Selbstzerstörung oder besser Selbstmisshandlung war vor allem psychisch; obwohl ich es als Kind manchmal auch physisch von Außen erfahren hatte.
Heute beobachte ich meine Anteile der Selbstzerstörung mehr im psychischen Bereich. Sie drücken sich vor allem in einer Selbstmissachtung aus. Das heißt einer fehlenden Anerkennung meiner „Werte“ und meiner inneren und Äußeren Schönheit, meiner fehlenden Anerkenntnis dessen wer ich Bin, in meiner Beurteilung und Verurteilung mir Selbst gegenüber. Diese Missachtung ist oftmals so subtil, so fein säuberlich innerlich versteckt, das sie so zu unserem Alltag dazu zu gehören scheint. Sie ist oft auch mit alten religiösen Vorstellungen vermischt. Sie versteckt sich auch in all den Aussagen dessen, was man zu tun hätte und was nicht.
Und doch kann sich diese Selbstverachtung manchmal so heftig ausdrücken, dass sie sich für mich wie ein innerer Holocaust anfühlt.
Während ich all diese Sätze hier schreibe kommt immer wieder ein Urteil aus meinem Hintergrund, und fragt mich, was ich hier überhaupt mache, was soll dieser Quatsch hier und eine ziemliche Wut begleitet diese… ich bin es ziemlich satt all dieses Gefühleswirrwarr in mir und um mich herum. Oftmals weiß ich nicht wo mit mir selber hin und dann beginnt sich meine Opferenergie zu zeigen…. doch da ich sie jetzt mittlerweile kenne, lasse ich sie nicht mehr weiter zu sondern „segne“ sie nur noch innerlich und lasse sie wieder gehen….
Anfangs brachte ich mich „gerne“ mit folgenden Sätzen in meine typische Opferhaltung:
Warum tue ich mir das an?
Wieso kreiere ich mir das?!…
Doch jetzt habe ich erkannt, dass ich der Schöpfer all meiner Situationen bin und all meiner Erfahrungen mit diesen. Wenn ich Elend, Hass und Ablehnung kreieren kann, dann kann ich auch andere Erfahrungen kreieren. Ich akzeptiere in jedem Augenblick meine momentanen Kreationen und entscheide mich immer wieder für neue Lösungen. Durch diese Akzeptanz und Erlaubnis beginne ich Veränderungen wahr zu nehmen. Manchmal schnell und manchmal brauchen sie ihre Zeit.
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